Mythos 1: „Kabel ist doch auch schnell genug.“
Auf dem Papier stimmt das: Kabelanschlüsse erreichen im Download heute bis zu 1.000 Mbit/s. In der Praxis teilst du dir diese Leistung jedoch mit allen Nachbar:innen im gleichen Netzsegment. Besonders abends, wenn viele online sind, sinkt die Geschwindigkeit spürbar.
Glasfaser funktioniert anders:
- Bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (P2P) hat jede Wohnung oder jedes Büro eine eigene Leitung bis zum Verteiler – was du buchst, gehört nur dir.
- Häufig setzen Anbieter aber auch auf PON-Technik (z. B. GPON oder XGS-PON). Dabei teilen sich mehrere Anschlüsse eine Glasfaser. Man kann es sich wie eine große Wasserleitung vorstellen, an der mehrere Häuser hängen. Jeder bekommt in der Regel genug „Druck“, auch wenn die Leitung gemeinsam genutzt wird.
Fazit: Für dich bedeutet das: Egal ob P2P oder PON – Glasfaser ist in der Praxis deutlich stabiler als Kabel. Ob du wirklich jederzeit die volle Geschwindigkeit erreichst, hängt vor allem von der Netzplanung und den Service-Level-Vereinbarungen (SLA) des Anbieters ab.
Mythos 2: „Mein WLAN ist das Problem, nicht der Anschluss.“
Das hört man oft. Und manchmal stimmt’s. Aber: Wenn der Hausanschluss nicht liefert, kann der beste Router nichts ausgleichen. Wer beim Download 200 Mbit hat, kann sie auch nur per WLAN verteilen. Wer über Glasfaser 500 Mbit oder mehr reinbekommt, hat schlicht mehr Spielraum – auch im WLAN.
Fazit: Gutes WLAN ist wichtig – aber nur mit einer Leitung, die dafür gemacht ist.
Mythos 3: „Der Wechsel ist umständlich – da muss man Wände aufreißen.“
Falsch. In den meisten Fällen wird die Glasfaserleitung dezent und sauber verlegt. Ein kleines Loch zur Straße (oft im Keller), ein schmales Kabel bis zum Router – fertig. Kein Baustaub. Kein Mauerdurchbruch. Kein Handwerkerwochenende.
Und das Beste: Die alten Leitungen bleiben erst mal da. Du kannst wechseln, ohne offline zu sein.
Fazit: Technisch unkompliziert – und meist innerhalb eines Tages erledigt.
Mythos 4: „Ich brauche kein Glasfaser – ich bin kein Gamer.“
Doch. Denn Glasfaser ist nicht nur für Nerds. Es ist für Homeoffice, Cloud-Backups, Zoom-Meetings, Smart Home, Banking, Versicherungen, Schul-Uploads, Streaming, Online-Tickets – also für deinen Alltag. Und der ist längst digital.
Fazit: Glasfaser ist wie Strom – du merkst es erst, wenn’s nicht reicht.
Mythos 5: „Ich warte noch, bis es Pflicht wird.“
Kann man machen. Aber dann ist der Anschluss nicht mehr kostenlos. Der Router nicht im Paket. Der Techniker vielleicht ausgebucht. Und dein Vermieter könnte eine andere Lösung wählen – ohne deinen Einfluss.
Wer jetzt wechselt, entscheidet mit. Wer wartet, zahlt drauf.
Fazit: Frühbucher kriegen die besseren Konditionen – auch beim Netz.
Glasfaser vs. Kabel - Und jetzt?
Wenn Glasfaser in deiner Straße verfügbar ist, ist das ein Geschenk. Ein Upgrade für deinen Alltag, für dein Zuhause, für dein digitales Leben. Du musst nicht alles verstehen. Nur eins: Jetzt ist der beste Moment, umzusteigen.