Besonders stechen dabei die Deutsche Telekom und Deutsche Glasfaser hervor, die sich als Sieger in ihren Kategorien durchsetzten. Während die Telekom die Spitze der bundesweiten Anbieter erklomm, glänzte Deutsche Glasfaser unter den regionalen Anbietern mit einer „überragenden“ Bewertung für ihre FTTH-Zugänge. In diesem Blogartikel bieten wir einen umfassenden Überblick über Leistungsdaten und diskutieren die Konsequenzen für die Kunden.
Die Telekom: Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich
Die Deutsche Telekom konnte sich mit 920 von 1.000 Punkten erneut als Testsieger unter den bundesweiten Anbietern behaupten. Mit der Note "sehr gut" dominierte sie die Kategorien Upload-Leistung und Latenzen. Besonders im Bereich der Upload-Datenraten profitierte die Telekom von jüngsten Updates ihrer DSL-Tarife. Bei den aktiv gemessenen Download-Datenraten musste sie sich jedoch knapp von Vodafone geschlagen geben.
Die Telekom erzielte die höchsten Werte bei den Upload-Geschwindigkeiten, was besonders für Nutzer von Cloud-Diensten und Home-Office-Anwendungen vorteilhaft ist. Auch in den aktiven Tests für Download- und Upload-Geschwindigkeiten schnitt die Telekom hervorragend ab. Mit den niedrigsten Latenzen ist die Telekom ideal für Gamer und Anwendungen, die eine stabile und schnelle Verbindung erfordern.
Das Unternehmen dominiert weiterhin mit DSL- und VDSL-Leitungen, forciert jedoch den Ausbau von Glasfaser (FTTH), was zukünftige Tests noch spannender machen dürfte. Rund 8,6 Millionen Haushalte können bereits mit FTTH versorgt werden, und jährlich sollen weitere 2,5 Millionen hinzukommen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Telekom ihr Ergebnis um 8 Punkte verbessern, was die kontinuierlichen Anstrengungen zur Verbesserung ihres Netzes widerspiegelt.
Vodafone: Starke Download-Raten und Platz zwei im Gesamtranking
Vodafone, der zweitgrößte Festnetzanbieter in Deutschland, sicherte sich mit 906 Punkten den zweiten Platz im bundesweiten Vergleich. Der Anbieter glänzte besonders bei den Download-Geschwindigkeiten, was auf die hohen Anteile an Breitband- beziehungsweise Koaxialkabelanschlüssen zurückzuführen ist. Trotz der guten Ergebnisse gibt es bei den Latenzen noch Luft nach oben, was vor allem auf die Technologie zurückzuführen ist.
Die jüngsten Anpassungen in den Upload-Geschwindigkeiten haben zu einer spürbaren Verbesserung für die Kunden geführt, was zeigt, dass Vodafone kontinuierlich an der Optimierung seines Netzes arbeitet.
1&1 Versatel: Zuverlässigkeit und passive Geschwindigkeitstests
1&1 Versatel punktete besonders bei den passiven Geschwindigkeitstests und der Zuverlässigkeit. Mit 900 Punkten erzielte der Anbieter den dritten Platz. Die Kombination aus gemieteten Leitungen und eigenen Glasfaseranschlüssen scheint eine gute Mischung zu sein, denn 1&1 Versatel liefert im Test die höchste Zuverlässigkeit. Auch bei den Latenzen liegt der Anbieter nur knapp hinter der Telekom. Diese Mischung ermöglicht eine starke Leistung in allen Testkategorien. Mit einer Verbesserung von 11 Punkten im Vergleich zum Vorjahr zeigt der drittgrößte Carrier eine positive Entwicklung.
O2 Telefónica: Gute Upload-Geschwindigkeiten und Platz vier
O2 Telefónica erreichte mit 884 Punkten den vierten Platz im bundesweiten Vergleich. Der Anbieter zeigte gute Leistungen bei den Upload-Geschwindigkeiten, hat jedoch im Vergleich zu den Spitzenreitern noch Verbesserungspotenzial bei den Latenzen. Es werden gute Upload-Geschwindigkeiten geboten und insgesamt zeigt O2 Telefónica stabile Leistungen, auch wenn sie nicht die Spitzenplätze erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte O2 Telefónica sein Leistungsniveau halten und zeigt damit eine konstante Netzqualität.
Deutsche Glasfaser: Überragender Sieger unter den regionalen Anbietern
Mit 954 Punkten und der Note „überragend“ erzielte Deutsche Glasfaser den ersten Platz unter den regionalen Anbietern. Das Unternehmen, das ausschließlich FTTH-Anschlüsse vermarktet, zeigte hervorragende Ergebnisse in den aktiven Download- und Upload-Messungen. Die Fokussierung auf FTTH-Anschlüsse bringt Deutsche Glasfaser einen klaren Vorteil bei den Geschwindigkeitstests. Eine Verbesserung um 3 Punkte im Vergleich zum Vorjahr zeigt den stetigen Ausbau und die Optimierung des Netzes.
Starke regionale Konkurrenten
Wilhelm.tel erreichte mit 946 Punkten den zweiten Platz unter den regionalen Anbietern. Das Unternehmen, das in Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein aktiv ist, setzt überwiegend auf Glasfaseranschlüsse und zeigte besonders in den Latenztests hervorragende Leistungen. Auch bei den Stabilitätstests liegt Wilhelm.tel in der Spitzengruppe. Im Vergleich zum Vorjahr fiel Wilhelm.tel leicht zurück, konnte aber dennoch starke Ergebnisse liefern.
NetCologne, mit 919 Punkten auf Platz drei der regionalen Anbieter, zeigte besonders starke Ergebnisse bei den Latenztests. Das Unternehmen ist vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aktiv und bietet Glasfaser- und VDSL-Leitungen an. NetCologne erzielte die besten Latenzwerte unter den regionalen Anbietern. Auch in den Stabilitätstests zählt NetCologne zur Spitzengruppe. NetCologne konnte sich gegenüber dem Vorjahr halten und zeigte konstant gute Leistungen.
M-net, mit 913 Punkten auf Platz vier unter den regionalen Anbietern, bietet in Bayern und Hessen Glasfaser- und VDSL-Anschlüsse an. Das Unternehmen zeigte besonders in den Upload- und Stabilitätstests starke Leistungen. Der hohe Glasfaseranteil bringt M-net Vorteile bei den Geschwindigkeitstests. Auch bei den Stabilitätstests zeigt M-net gute Ergebnisse. M-net konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10 Punkte verbessern und zeigt eine positive Entwicklung.
EWE Tel und Tele Columbus erreichten beide 899 Punkte und teilen sich den fünften Platz unter den regionalen Anbietern. Beide Anbieter zeigten solide Leistungen in den Geschwindigkeitstests und bei der Stabilität. EWE Tel ist vor allem im Nordwesten Deutschlands aktiv und zeigt hier solide Leistungen. Bei den Stabilitätstests liegt EWE Tel im guten Mittelfeld. Tele Columbus, auch bekannt unter der Marke Pÿur, setzt stark auf Kabelanschlüsse und zeigt hier gute Ergebnisse. Auch Tele Columbus liegt bei den Stabilitätstests im guten Mittelfeld. Beide Anbieter konnten sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern und zeigen eine positive Entwicklung.
Methodik des Connect-Tests: Crowdsourcing-Analyse als Basis
Die Bewertung der deutschen Festnetzbetreiber basiert auf einer Crowdsourcing-Analyse von Umlaut, die rund 804 Millionen Messwerte von etwa 737.000 Festnetzanschlüssen in Deutschland berücksichtigt. Die Daten wurden in einem Zeitraum von 24 Wochen zwischen Mitte Januar und Ende Juni 2024 erfasst. Diese umfangreiche Datenerhebung ermöglicht eine realitätsnahe Bewertung der Netzleistungen aus Kundensicht.
Die Rolle der Super-Kacheln
Eine besondere Rolle bei der Analyse spielen die sogenannten Super-Kacheln. Dabei handelt es sich um 8x8-Kilometer große Rasterzellen, die aus kleineren 2x2-Kilometer-Kacheln bestehen. Diese größere Rasterung ermöglicht es, auch bei geringerer Kundenzahl belastbare Ergebnisse zu erzielen. Die Super-Kacheln helfen, die Netzabdeckung und die Verfügbarkeit von schnellen Anschlüssen besser darzustellen.
Vorteile der Crowdsourcing-Methodik
Die Methodik legt besonderen Wert auf alltagsrelevante Leistungen wie Upload- und Download-Geschwindigkeiten, Latenzen und Stabilität. Dies stellt sicher, dass die Ergebnisse eine realistische Einschätzung der Anbieterleistungen bieten. Durch die große Anzahl an Messpunkten spiegelt die Analyse somit die tatsächliche Nutzung und Qualität der Netze wider. Die Messungen decken eine breite geografische Fläche und unterschiedliche Nutzerszenarien ab.
Deutsche Telekom und Deutsche Glasfaser als klare Sieger
Der Connect-Test 2024 zeigt deutliche Unterschiede in der Leistung der Festnetzanbieter in Deutschland. Während die Deutsche Telekom mit hervorragenden Ergebnissen bei den Latenzen und Upload-Geschwindigkeiten den Testsieg unter den bundesweiten Anbietern errang, überzeugte Deutsche Glasfaser mit überragenden Leistungen im regionalen Vergleich. Für die Kunden bieten diese Ergebnisse wertvolle Anhaltspunkte bei der Wahl ihres Internetanbieters und zeigen die Stärken und Schwächen der verschiedenen Netzbetreiber auf.